Weidatal MTB Team - 2. Etappe
Samstag
16-12-2017
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2. Etappe

Samstag, 27.08.2011

Gefahren ca. 60 km 1150 Höhenmeter von Rübenau nach Oberwiesenthal
 
Bei bewölktem Himmel und 9 Grad begann unsere Tour in Rübenau, dank unserer netten Wirtin konnten wir eine kleine Abkürzung quer feldein nehmen.
Nach einer Stunde Fahrt begann es leicht zu nieseln, was wir anfangs noch lustig fanden.
Die erste Pinkelpause war  nötig, und so entschieden wir gleich die  Regensachen anzuziehen. Das fanden wir  auch noch lustig, weil wir aussahen wie von einem anderen Stern, aber das Lachen sollte uns noch früh genug vergehen.Kaum wieder aufgesattelt begann es wie aus Eimern zu schütten, so dass wir fast den Wildwechsel von rechts übersahen.
 Ausgeschildert war unser Weg wieder nicht, weshalb wir die Grenze nach Deutschland über eine stark befahrene Bundesstraße nehmen mussten. Das alles konnte uns nicht davon abhalten, wie bei jeder Grenzüberquerung unser Lied : „ Ich liebe Deutscheland" zu singen.
 
Später stürzte Anke  heimlich, ein dickes Knie war die Folge. Doch sie fuhr tapfer weiter.
Völlig durchgefroren erreichten wir Jöhstadt wo es zum Mittag Nudeln für alle gab.LECKER!
Unser Kellner verstand es gut uns aufzumuntern und hatte viele Sprüche auf Lager unter anderem:
 
„ Die Eier werden billiger,
die Frauen werden williger! "
 
Was Line besonders freute, und sie gönnte sich gleich mal eine Eierflockensuppe. Positiv sollte noch erwähnt werden, das Katrin F. zum zweiten  mal als erste ihr Essen bekam, wo sie doch sonst immer gern vergessen wird von den Kellnern. 
Unser Gastwirt hatte nicht nur gute Sprüche, sondern auch  tolle Tipps zur  Weiterfahrt. Wir ließen uns genau erklären welcher Weg der Beste wäre, denn der Himmel versprach auch  weithin nichts gutes und wir wollten so schnell wie möglich ankommen.
Wir befolgten seinen Rat  und fuhren weiter, natürlich steil bergauf, mit Wurzelpassagen     und Schiebestücken. Leider funktionierten die Abkürzungen des freundlichen Kellners für uns nicht, was bedeutete, in 1 Stunde 10 km Irrfahrt um Jöhstadt. Wir kamen genau an der Stelle raus wo wir losgefahren waren. .Die Stimmung war dementsprechend gut, der Dauerregen tat sein übriges.
Katrin J.fand den Umweg total beschissen  und verschwand  immer wieder im Wald um sich ein stilles Örtchen  zu suchen. Sie hatte wohl zu viel Magnesium genommen!
Die Line war nach dem Essen so vollgefressen, das sie mit dem Rad den Abhang runter kugelte (Rad oben, Line unten). Wir haben es nur gemerkt, weil sie dabei laut quiekte.
Zum Glück ist nichts ernsthaft passiert und wir konnten drüber lachen.


Auf unserer Irrfahrt wollte auch Anke mal nach dem Weg fragen, und sprach einen älteren Herrn mit den Worten an, :

„ Wo geht’s denn hier nach Oberhof "

(zum Verständnis, Oberhof liegt am Rennsteig, und wir wollten nach Oberwiesenthal)

Ihr wurde es erst bewusst, als der freundliche Herr ganz verdattert stammelte,  „nach Oberhof???"
Line und Maehle bekamen einen Lachkrampf und konnten sich kaum beruhigen.

Gemeinsam entschieden wir, die letzten Kilometer über die Bundesstraße zu fahren, da wir den richtigen Weg nicht finden konnten und es unaufhörlich weiter regnete. Langsam suchte sich das Wasser seinen Weg und  das Material zeigte erste Schwachstellen.Wir wollten nur noch ankommen.
Nass und durchgefroren erreichten wir am späten Nachmittag endlich unsere Unterkunft in Oberwiesenthal, am Fichtelberg. Nun hieß es heiß duschen für alle. Da es für Männer und Frauen je nur eine Dusche  auf dem Gang gab, entschieden sich Maehle und Katrin F. dazu heimlich zusammen die Herrendusche zu benutzen.Hat aber keiner gemerkt.
Danach war jeder von uns mit Klamotten trocknen beschäftigt, was echt nötig war. Line`s Rücksack hatte lange kapituliert und sich mit Wasser komplett vollgesogen. Zum Glück gab es in jedem Zimmer einen Fön.
Der Hunger war auch an diesem Abend wieder riesig,  doch vor dem Essen gönnten  wir uns   einen wohlverdienten Grog, der uns auch von innen wärmen sollte. Auf nüchternen Magen tat er seinen Dienst und wir hatten nach  diesem Tag doch noch was zu lachen.
Mit vollgeschlagenen Bäuchen bestellten wir  Eisbeerschnaps für alle. Auch Katrin F. wurde genötigt einen mit zu  trinken, obwohl sie den ganzen Tag schon einen Eisbär hatte.